Vorbereitung auf den Ramadan Scherif und seine Vorzüglichkeit

08. März 2024

27. Schaban 1445

Verehrte Muslime!

Wie es in einem Hadis Scherif heißt, ist der Schatten des Monats Ramadan auf uns gefallen. Am 10. März, Sonntagabend, werden wir das erste Tarawih-Gebet verrichten und am Montag fasten. Sehnsüchtig und mit voller Begeisterung erwarten wir die Ankuft dieses geschätzten Gastes. Daher sollten wir vorbereitet sein und unser Herz mit Ihlas, Aufrichtigkeit und Ibadat schmücken. Je mehr wir ihm gegenüber Respekt zeigen, umso mehr werden wir von seinem Segen profitieren.

Der Ramadan Scherif ist ein Monat voller Segen und Vorzüglichkeiten, der seinesgleichen sucht.

Hazrat Imam Rabbani (k.s.) erklärt die Vorzüge des Ramadan Scherif in seinem Werk Maktubat wie folgt: „Wer in diesen Tagen mit Wohltaten und rechtschaffenen Taten (amel salih) begünstigt wird, den wird dieser Erfolg das ganze Jahr hindurch begleiten. Wenn aber dieser Monat in geistiger Zerstreutheit verstreicht, wird das ganze Jahr in Unordnung verstreichen.” (Maktubat, Bd. 1, Brief 45)

Um seelisch aufgeräumt sein zu können, müssen wir zunächst durch Tevbe und Istighfar, durch Reue und Abbitte, uns vom Schmutz der Sünden reinigen. Danach ist es notwendig, unsere Seelen mit den Fard-, Wadschib- und Nafile-Ibadat zu schmücken. Wir sollten unser Fasten ohne Nachlässigkeit einhalten. Ebenso sollten wir uns bemühen, unsere fünf täglichen Gebete pünktlich und möglichst mit der Gemeinschaft zu verrichten, unser Zekat auf den Cent genau zu berechnen und zu entrichten und auch die Sadaqat al-Fitr rechtzeitig zu geben.

In diesem Monat sollten wir uns der Tatsache bewusst sein, dass die Fard-Verpflichtungen siebzigfach und die Nafile-Ibadat mit dem Lohn einer Fard-Verpflichtung belohnt werden. Daher sollten wir die Ibadat zu schätzen wissen.

Wir dürfen mit dem Tarawih-Gebet, das eine Sunna darstellt und nur im Monat Ramadan verrichtet wird, nicht leichtsinnig umgehen und sollten ihn in der Gemeinschaft verrichten. Wenn dies nicht möglich ist, sollten wir versuchen, es zuhause zu verrichten.

Liebe Muslime!

Der Wert des Monats Ramadan kommt vom Kur’an Kerim, dem Wort Allahs. Allah Te’ala erklärt uns diese Tatsache wie folgt: „Der Monat Ramadan ist es, in dem der Kur’an herabgesandt worden ist als Rechtleitung für die Menschen und als deutliche Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung.” (al-Baqara, 2:185)

Wie aus diesem Ayet zu entnehmen ist, sollten sich die Muslime während des Ramadans sehr intensiv mit dem Kur’an Kerim, dem Wort Allahs, beschäftigen. Wir sollten bemüht sein, an den Mukabele-Kur’anlesungen in unseren Moscheen teilzunehmen. Jeder von uns sollte mindestens einmal einen Hatim vollbracht haben, also den Kur’an einmal vollständig gelesen haben. Wir sollten in Betracht ziehen, das jede Nacht des Ramadans die Qadr-Nacht sein könnte. Daher  sollten wir sie dementsprechend begehen.

Der Ramadan Scherif ist ein gesegneter Monat, in dem die Herzen weich werden, unsere spirituelle Atmosphäre von erhabenen Gefühlen bedeckt wird und die spirituellen Freuden sich ergießen.

Unser Prophet (s.a.w.) sagt in einem Hadis Scherif: „Wenn der Monat Ramadan eintritt, werden die Tore der Dschennet geöffnet, die Tore des Dschehennems verschlossen und die Teufel an die Ketten gelegt.” (Muslim, Siyam 1)

Aus diesem Grund erscheinen die Ibadat im Ramadan Scherif für die Gläubigen als sehr angenehm und die Sünden als sehr unangenehm. Welch ein Segen ist es, diese Gelegenheit zu nutzen und diese Tage zum Wendepunkt seines Lebens zu machen.

Dieser Monat ist auch ein Monat der Großzügigkeit, in der freiwillige Spenden wie die Zakat belohnt werden. Abdullah Ibn Abbas (r.a.) sagt: „Dschebrail aleyhisselam traf sich jede Nacht mit unserem Propheten bis zum Ende des Ramadans und unser Prophet trug ihm den Kur’an vor. Während dieses Treffens war Rasulullah (s.a.w.) großzügiger als der wehende Wind.” (Muslim, 2308)

Gesegnet sind diejenigen, die den Stolz der Welten als Vorbild nehmen und seinem Weg folgen und den Ramadan Scherif mit Ibadat, Gehorsam, Dienst und Fleiß verbringen.