Vorbereitung auf den gesegneten Ramadan und seine Vorzüge

13. Februar 2026

Verehrte Muslime!

Der langersehnte Monat Ramadan steht kurz bevor. Am Mittwoch, dem 18. Februar, werden wir das erste Tarāwīh-Gebet verrichten und am Donnerstag beginnen wir mit dem Fasten. Wenn wir diesen überaus geschätzten Gast, den Allah Taʾālā nur der Umma Muhammeds und keiner anderen Gemeinschaft gewährt hat, auf würdige Weise empfangen, und ihn in unserer spirituellen Welt ehren, werden wir im höchsten Maße von seinem Licht und Segen profitieren.

Die Vorzüge des gesegneten Monats Ramadan sind unzählig. Unser Prophet (s.a.w.) sagte in einem segensreichen Hadith: „Der Monat Ramadan ist ein Monat, in dem Allah euch das Fasten vorgeschrieben hat und ich habe euch die Begehung seiner Nächte (mit Tarāwīh-Gebeten) zur Sunna erklärt. Wer in diesem Monat im Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Belohnung fastet und das Tarāwīh-Gebet verrichtet, dessen Sünden werden geläutert, wie am Tag, an dem er von seiner Mutter geboren wurde.” (Ibn Mādscha, 1328)

Imam Rabbānī (q.s.) beschreibt die Vorzüge des gesegneten Monats Ramadan in seinem Werk Maktūbāt wie folgt: „Wer in diesem Monat mit guten und rechtschaffenen Taten begünstigt wird, den wird dieser Erfolg das ganze Jahr über begleiten. Wenn aber dieser Monat in geistiger Unordnung vergeht, wird das ganze Jahr in Unordnung vergehen.” (Maktūbāt, Bd. 1, Brief 45)

            Um seelisch geordnet zu sein, müssen wir uns zunächst durch Tawba und Istighfār, also durch Reue und Vergebungsbitten, von unseren Sünden reinigen. Danach müssen wir unsere Seelen mit gottesdienstlichen Handlungen schmücken, beginnend mit den Fard-Pflichten, über die Wādschib- bis hin zu den Nāfila-Gebeten. Wir sollten daher nicht nur unser Fasten ohne Unterlassung einhalten, sondern uns auch bemühen, unsere fünf täglichen Gebete pünktlich und möglichst in der Gemeinschaft zu verrichten. Darüber hinaus sollten wir unsere Zakat auf den Cent genau berechnen und entrichten sowie auch die Sadaqat al-Fitr rechtzeitig zahlen.

            Wir sollten die Ibādāt in diesem Monat als Segen betrachten und uns der Tatsache bewusst werden, dass die Fard-Verpflichtungen darin siebzigfach und die freiwilligen Nāfila-Ibādāt mit dem Lohn einer Fard-Pflicht vergolten werden.

Ebenso sollten wir mit dem Tarāwīh-Gebet, das eine Sunna ist und ausschließlich im Monat Ramadan verrichtet wird, nicht leichtfertig umgehen, sondern versuchen, es in der Gemeinschaft zu verrichten oder falls dies nicht möglich ist, es zu Hause zu verrichten.

Liebe Muslime! Der Wert des gesegneten Monats Ramadan basiert auf dem heiligen Koran, dem Wort Allahs. Allah Taʿālā verkündet uns diese Tatsache wie folgt: „Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt worden ist als Rechtleitung für die Menschen und als deutliche Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung.” (al-Baqara, 2:185)

Wie aus dieser edlen Āyat hervorgeht, sollten wir Muslime uns während des Ramadan sehr intensiv mit dem heiligen Koran, dem Wort Allahs, beschäftigen. Jeder von uns sollte sich bemühen, an den Mukabala-Koranlesungen in unseren Moscheen teilzunehmen und mindestens einmal den heiligen Koran vollständig selbst zu lesen, also einen Koranhatm zu vollziehen. In Anbetracht dessen, dass jede Nacht die Qadr-Nacht sein könnte, sollten wir die Nächte des gesegneten Ramadan gebührend begehen. Der Monat Ramadan ist ein gesegneter Monat, in dem unsere Herzen weich werden, unsere Seelen von erhabenen Gefühlen erfüllt sind und wir spirituelle Freuden erleben.

Unser Prophet (s.a.w.) sagte in einem edlen Hadith: „Wenn der Monat Ramadan kommt, werden die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore der Hölle geschlossen und die Teufel in Ketten gelegt.” (al-Buchārī, 3277)

Aus diesem Grund empfinden Muslime die Ibādāt im gesegneten Ramadan als besonders wohltuend und Sünden als sehr unangenehm. Welch ein Segen, diese Gelegenheit zu nutzen und diese Tage zu einem Wendepunkt im Leben zu machen!

Dieser Monat ist auch ein Monat der Großzügigkeit, in dem Spenden wie die Zakat besonders belohnt werden. Abdullāh ibn Abbās (r.a.) sagte: „Dschabrāīl alayhissalām traf sich jede Nacht mit unserem Propheten bis zum Ende des Ramadan, und unser Prophet trug ihm den Koran vor. Während dieser Begegnung war der Gesandte Allahs (s.a.w.) großzügiger als der wehende Wind.” (Muslim, 2308)

Gesegnet sind diejenigen, die sich den Gesandten Allahs zum Vorbild nehmen, ihm folgen und den gesegneten Monat Ramadan mit Anbetung, Gehorsam, Dienst und Fleiß verbringen.