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VIKZ zieht positive Bilanz des ersten Tag des Offenen Wohnheimes

30. Mai 2008

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) lud am Mittwoch deutschlandweit Bürgerinnen und Bürger, Nachbarinnen und Nachbarn, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Besuch seiner Schülerwohnheime ein. Knapp 1.000 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung des Verbandes und seiner Mitgliedsvereine, von Hamburg im Norden bis Schrobenhausen im südlichen Oberbayern.

„Wir freuen uns über diese breite Resonanz“ betont Mustafa Imal, Vizepräsident der VIKZ. „Nachbarn, Mitglieder der christlichen und auch jüdischen Gemeinden, Journalisten und Politiker haben die Gelegenheit genutzt, unsere Einrichtungen kennen zu lernen.“ Bundesweit machten sich viele öffentliche Funktionsträger ein genaueres Bild von den Jugendeinrichtungen des Verbandes. Sie lobten den Aktionstag der VIKZ und seiner Mitgliedsgemeinden. So betonte beispielsweise der Frankenthaler Beigeordnete Günter Lätsch „Wir begrüßen es als Stadt sehr, wenn die

Öffnung dahingehend erfolgt, dass noch mehr Kontakte nach außen stattfinden“. Tanja Laaks vom Arbeitsamt Duisburg hob hervor „Wir sind doch überrascht, wie offen und modern diese Einrichtungen sind.“ Frank Krebs von der Mühlacker Polizei mahnte: „Es sollte nicht alles über einen Kamm geschert werden. Es gibt immer noch welche, die glauben, dass in solchen Einrichtungen Fundamentalisten beziehungsweise Terroristen ausgebildet werden. Dem ist aber nicht so. Solche Schülerwohnheime fördern die Kinder in ihrer schulischen Bildung und tragen für eine bessere Berufschance bei.“

Der VIKZ betreibt bundesweit 19 Schülerwohnheime, davon 16 für Jungen und drei für Mädchen. In den Wohnheimen bietet das pädagogische Personal Hausaufgabenhilfe, individuelle Nachhilfe und freizeit-pädagogische Angebote an. Zudem wird auch religiöse Unterweisung fakultativ angeboten. Mit dem erstmalig bundesweit gemeinsam durchgeführten Tag des Offenen Wohnheimes, möchte der VIKZ mehr Transparenz über seine Jugendarbeit schaffen und Vorurteile und Ängste abbauen. Auf Grund der positiven Resonanz wird der Verband zukünftig diese Veranstaltung regelmäßig durchführen.

„Wir hoffen allerdings, dass das Interesse an uns und unseren Wohnheimen sich nicht nur auf diesen Tag konzentriert“, so Imal. „Unser pädagogisches Personal in den Wohnheimen veranstaltet das ganze Jahr über Treffen und Aktionen im interreligiösen und interkulturellen Kontext.“