Pressemitteilungen
VIKZ lässt seine Jugendwohnheime wissenschaftlich prüfen
22. September 2008
- Sozialwissenschaftliches Institut der Universität Duisburg-Essen untersucht alle Jugendwohnheime des VIKZ
- Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning analysiert bis September 2009 Jugendwohnheime und Umfeld des VIKZ
- Ergebnisse sollen richtungweisend für die Jugendarbeit des VIKZ sein
Knapp fünf Monate nach der Ankündigung des Vizepräsidenten des VIKZ, Mustafa Imal, die Jugendarbeit des Verbandes extern analysieren zu lassen, startet nun die Untersuchung. Der VIKZ hatte in den letzten Monaten verschiedene Optionen geprüft, bis es ihm letztendlich gelang, die Integrationsforscherin Frau Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning von der Universität Duisburg-Essen zu gewinnen, die über langjährige Erfahrungen in der empirischenForschung verfügt.
„Wir möchten mit der Studie für Klarheit und Transparenz sorgen“, erläuterte Mustafa Imal. Der VIKZ mache erfolgreiche Jugendarbeit und wolle das transparent machen. Prof. Dr. Boos-Nünning, betonte, dass die Untersuchung grundsätzlich ergebnisoffen sei. Die Studie habe die Aufgaben, die Einrichtungen zu analysieren und gegebenenfalls notwendige Verbesserungen vorzuschlagen. Bisher gebe es keine empirischen Daten, die wissenschaftlichen Standards entsprächen. In den nächsten zwölf Monaten werden alle 19 Jugendwohnheime des VIKZ geprüft, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, das pädagogische Personal und das Umfeld methodisch befragt. Die Integrationsexpertin machte deutlich, dass die bisherige Debatte um die Jugendwohnheime des VIKZ wenig sachlich und schon gar nicht wissenschaftlich betrieben worden sei. Die anstehende Analyse der Universität Duisburg-Essen sei die erste empirische Studie zum Thema. Boos-Nünning erhofft sich von den Ergebnissen eine Versachlichung der Debatte.
Abschließend betonte Imal, dass der VIKZ mit seiner Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag zur Integration in Deutschland leiste. Sollte die Untersuchung dies bestätigen, hoffe er, dass die staatlichen Aufsichtsbehörden und die Politik dies hinreichend zur Kenntnis nehmen und daraus auch Konsequenzen ziehen würden.
Die Kurzfassung des Forschungsantrages sowie Informationen zu Frau Prof. Dr. Boos-Nünning finden Sie unter www.vikz.de.