Pressemitteilungen
Prominenz aus Politik und Gesellschaft beim Iftar-Empfang des VIKZ
11. Juli 2013
Während seiner Iftar-Ansprache dankte Demirezen den Gästen und gab einen Rückblick auf die erfolgreichen Aktivitäten des VIKZ im letzten Jahr.
Ermahnende Worte fand er im Zusammenhang mit der gestiegenen Islamfeindlichkeit in Deutschland. „Die zunehmende Islamfeindlichkeit in Deutschland, aber auch in Europa, macht uns große Sorgen. Seine Folgen sind verheerend und erschütternd sichtbar im NSU-Terror, in Anschlägen auf Moscheen, Diskriminierung und Anfeindung gegen Frauen mit Kopftuch. Hier sehen wir nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Staat, Kirchen und Medien in Verantwortung, Polarisierung und Spaltung in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.“ so Demirezen.
Am Ende seiner Rede wies er auf Fortschritte an anderer Stelle hin: Der islamische Religionsunterricht an staatlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen hat bereits begonnen. Hamburg und Bremen haben die islamischen Religionsgemeinschaften als Kooperationspartner auf gleicher Augenhöhe anerkannt. Außerdem zeigte er sich optimistisch, dass muslimische Verbände in NRW als Religionsgemeinschaften anerkannt würden. „Wir sind davon überzeugt, dass in naher Zukunft auch in Nordrhein-Westfalen der Weg der Anerkennung beschritten wird. Weitere Übergangslösungen ab dieser Stunde führen in die Sackgasse und sind politisch und gesellschaftlich nicht mehr vermittelbar. Die Anerkennung ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung von Muslimen: Eine Anerkennung ermöglicht uns auch, unsere sozialen Aufgaben wie Bildungs- und Jugendarbeit, Seelsorge und vieles mehr effektiver zu gestalten.“ sagte Demirezen abschließend.
Im Anschluss an die Ansprachen begingen alle Gäste das gemeinsame Fastenbrechen und nutzten die Gelegenheit für intensive Gespräche.
Der Verband der islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbstständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.