Von Katrin Schultz
Buchheim. Das Rätsel ist gelöst und die Pforten der Villa
"Hahnen-burg" werden sich endlich wieder für alle Besucher, Interessenten
und Freunde des denkmalgeschützten Objektes öffnen: Der "Verband
der islamischen Kulturzentren e. V." will in dem Gebäude eine Begegnungs-stätte
einrichten.
Seit dem l9. Juli hat das alte Ge-mäuer wieder einen Besitzer.
Nach-dem es in den letzten Jahren als Re-staurant und bis April 1994 als
letzter Wohnsitz des Grafen Dieter Fried-rich Brockmann von Rothenburg
gedient hatte, erwarb der Verband das stark heruntergekommene Anwesen nun
für 2,65 Millionen Mark von der Stadtsparkasse Mülheim.
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"Die Kosten für die Behebung al-lein der schlimmsten Mängel
werden von sachkundigen Beratern auf min-destens 300 000 Mark geschätzt",
so Ibrahim Cavdar, Generalsekretär des 1973 gegründeten gemeinnützi-gen
Vereins. Und dabei will es der Verband nicht belassen. "Wir wollen die
alte Villa für die Öffentlichkeit zurückgewinnen. Die beiden
oberen Etagen sollen der Unterbringung muslimischer Studenten dienen während
der gesamte untere Bereich als Bibliothek, Kulturbereich und öf-fentliche
Stätte der Begegnung fun-gieren wird", so Cavdar.
Doch bis dahin ist es noch ein wei-ter Weg. Dach und, Außenwände
der Villa sind durch Feutigkeit marode geworden, und die hintere Veranda |
ist abgesackt. Der Verband will das Gebäude vollständig renovieren.
Die Außenwände werden isoliert, alle Fenster doppelverglast,
das-Mauer-werk wird trockengelegt, und es wird ein neues Dach aufgesetzt.
Und es wird nicht das Kuppeldach einer Mo-schee werden, wie nach Angaben
von SPD-Ratsmitglied Günter Neumann schon seit einiger Zeit in Buchheim
spekuliert wird. Das Rätselraten um den weiteren Verwendungszweck
der alten Villa hatte in der Bevölke-rung. bereits für Verwirrung
gesorgt. Viele seien empört gewesen, als bei Aufräumarbeiten
im Park des An-wesens einer der alten Bäume be-schnitten worden sei.
Dabei hat es sich lediglich um das Abtrennen einiger Äste gehandelt, |