Main-Rheiner 10.02.2000 |
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Islam im Blickpunkt: DiskussionOnline unter: http://www.main-rheiner.de/region/objekt.phtml?artikel_id=76084 |
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hel. ALTSTADT – Eine Weltreligion wie die des Islams zu ergründen, bietet viele interessante Aspekte. Necdet Abdullah Oguz, islamischer Theologe und Vorsitzender des Landesverbandes der islamischen Kulturzentren in Rheinland-Pfalz, informierte bei einem Themenabend der Anne-Frank-Realschule über die Weltreligion. Oguz berichtete über die beiden Glaubensrichtungen der Sunniten und der Schiiten, über die islamischen fünf Säulen sowie über die Bedeutung des Freitagsgebetes. „In Deutschland leben circa drei Millionen Muslime verschiedener Nationalitäten“, erklärte Oguz. Oft bereite es diesen hierzulande große Probleme, ihre islamische Identität beizubehalten. Um Vorurteile über den Islam leichter abbauen zu können, erachtet es der Theologe für sehr wichtig, „die Unwissenheit über den Islam in Deutschland zu reduzieren.“ Praktische Fragen„Können islamische Kinder an Gottesdiensten, Dombesichtigungen und an Klassenfahrten teilnehmen?“, war eine zentrale Frage der Diskussion. „Die muslimischen Kinder können sich den christlichen Gottesdienst ansehen, dürfen aber nicht an den Riten teilnehmen“, antwortete Oguz. Auch den Dom könnten sie besichtigen und als historisches Gebäude kennen lernen. Beim Thema Klassenfahrten verwies Oguz auf die Entscheidungskompetenz der Eltern. Der Referent verdeutlichte, wie wichtig es für ein Mädchen im Islam sei, „jungfräulich in die Ehe zu gehen.“ Die Ehe sei im Islam die „einzig legale Lebensform zwischen Frau und Mann.“ Mit Blick auf die Zukunft hob Oguz hervor: „Wir wollen eine islamische Religionsgemeinschaft gründen, die zum Ziel hat, mehr Dialog und Transparenz in solchen Fragen zu ermöglichen.“ |
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