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DIK Studien stärken Position der islamischen Verbände

18. April 2012 – Die gestern vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung veröffentlichten Studien zum Thema „Islamisches Gemeindeleben in Deutschland“ analysieren erstmals die Angebote und Strukturen der islamischen Organisationen in Deutschland. Die Studien wurden von der Deutschen Islam Konferenz (DIK) in Auftrag gegeben.

 

Die vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung durchgeführte Studie „Angebote und Strukturen der islamischen Organisationen in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass die religiösen Organisationen die häufigste „Vergemeinschaftungsform“ von muslimischen Einwanderern und deren Angehörigen in Deutschland sind. Die in den Gemeinden tätigen Imame nehmen dabei eine wichtige Funktion als Multiplikatoren ein. Gleichzeitig vertreten sie oftmals ihre Gemeinde nach außen. Die Untersuchungen heben positiv hervor, dass der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) über einen besonders hohen Anteil an Imamen verfügt, die in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert sind. Der VIKZ sieht in dieser Einschätzung eine Bestätigung seiner jahrzehntelangen Bemühungen, Imame in Deutschland auszubilden. Seit den 80er Jahren bildet der Verband bereits Theologen und Theologinnen aus.

 

„Insbesondere unsere jahrzehntelange Jugend- und Bildungsarbeit hat die Basis dafür geschaffen, dass wir unseren Gemeinden deutschsprachigen Nachwuchs als Imame bereitstellen können“, erläutert der Verbandspräsident des VIKZ, Ali Ataullah Demirezen.

 

Die Studie „Islamische Religionsbedienstete in Deutschland“ spricht dem Imam eine wichtige Rolle zu. Als zentraler Ansprechpartner im Integrationsprozess sollen Imame nach innen wirken und nach außen Akteur der Aufnahmegesellschaft sein, so der Wunsch der Studie. Diese Rolle nehmen Imame des VIKZ in vielen der 300 bundesweiten Gemeinden ein. 

Demirezen allerdings mahnt: „Wir können nicht von den Imamen erwarten, dass sie sich zu Integrationslotsen entwickeln. Damit wären Sie letztendlich überfordert. Mittelfristig sollten alle Gemeindemitarbeiter solche Funktionen gemeinsam wahrnehmen. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Organisationen muslimischer Gemeinden auf allen Ebenen weiter professionalisieren können. Bisher wird jedoch die gesamte Gemeindearbeit des VIKZ mit eigenen Mitteln und überwiegend ehrenamtlich erbracht. Zur erfolgreichen Professionalisierung bedarf es einer staatlichen Unterstützung, damit die Gemeindeorganisationen diese Multiplikatoraufgaben und Dialogarbeit wahrnehmen können“, so Demirezen. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass muslimische Organisationen derzeit noch zu selten als Träger von Jugend-, Bildungs- und Integrationsarbeit anerkannt sind. Der Verbandspräsident fordert diesbezüglich, dass Muslime eine stärkere Teilhabe an öffentlichen Fördermitteln erhalten. 

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KRM - Pressemitteilungen

KRM verurteilt Anschläge auf mehrere Moscheegemeinden

Der KRM verurteilt die Anschläge auf mehrere Moscheegemeinden und ruft die Sicherheitsbehörden auf, die Sicherheit zu gewährleisten Köln: 24.01.2018: Der KRM ist besorgt über die neuerliche Serie von Angriffen auf türkischstämmige Moscheegemeinden. Die Kämpfe im Norden Syriens werden zum Anlass genommen, um vermehrt gegen türkische Einrichtungen und insbesondere Moscheen zu hetzen und den Terror nach Deutschland hinein zu tragen.

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