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29. März 2013 / 17. Cemâziyelevvel 1434 - Das Freitagsgebet

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Verehrte Muslime!

Das Freitagsgebet ist ein wichtiges Kennzeichen muslimischer Identität mit einem besonderen Stellenwert vor allen anderen Gebeten. In diesem Zusammenhang heißt es in der Sure Cumu´a: „O Ihr Gläubigen! Wenn am Freitag der Ezân für das Gebet gerufen wird, so eilt zur Zikir und setzt das Kaufgeschäft aus. Wenn Ihr (nur) wüsstet; dies hat für euch wahrlich (viel) mehr Hayır und Wert bei Allâh.“

In einem Hadîs-i Şerîf spricht Rasûlullâh (s.a.v.): „Der Tag mit der meisten Fazilet ist der Freitag. So spricht an diesem Tag viele Male den Salât-u Selâm an mich; denn eure Selâms werden mir zugetragen.“ Für eine Ibâdet, die an solch einem wertvollen Tag verrichtet wird, sollte man sich als Muslim auch mit der gebührenden Hingabe vorbereiten - sowohl innerlich wie auch äußerlich. Wie in vielen anderen Dingen ist Peygamber Efendimiz (s.a.v.), der wertvollste Gesandte Allâhs für uns auch hierin Vorbild. In vielen Hadis-i Şerif, seinen gesegneten Aussprüchen hat uns Rasûlullâh Vorschläge und Empfehlungen gemacht und vorgelebt worauf man achten soll, wenn man zum Cuma Namazı, also zum Freitagsgebet kommt.

In der berühmten Hadîssammlung Sahih-i Buhârî findet sich ein Hadis-i Şerif  in dem es heißt: „Wer sich am Freitag reinigt, in dem er die Gusül (die rituelle Ganzkörperwaschung) macht, Haar und Bartwuchs einölt und kämmt oder sich mit Düften besprüht und in die Moschee geht – und dort aber sich nicht nach vorne drängelt in dem er über (die Schultern der) Menschen hinübergeht – und anschließend so viel Namaz verrichtet wie Allâhü Teâlâ es ihm erlaubt, und später dem Imam zuhört, ohne selbst zu reden, dem werden seine Sünden von jenem Freitag bis zum kommenden Freitag vergeben.“ Nicht nur für Freitagsgebete, auch zu anderen Zeiten, wenn man zum Beten in die Moschee kommt, sollte man darauf Wert legen nicht nach Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und ähnlichen Dingen zu riechen. Denn in einem Hadis-i Şerif heißt es hierzu: “Wer Knoblauch, Zwiebeln und Lauch gegessen hat, soll sich unserer Moschee nicht nähern. Denn was den Menschen stört, stört auch die Engel.”

Wenn zum Freitagsgebet die Moschee voll ist und der Imam gerade die Hutbe vorträgt, sollte man sich an die erstbeste Stelle hinsetzen und die Anwesenden nicht stören. Wenn der Hatip, also der Imam, der die Hutbe vorträgt auf die Minber steigt, ist es für die Anwesenden Pflicht zu schweigen. Auch darf man dann noch nicht mal mit dem Selâm grüßen oder den Selâm eines anderen annehmen oder nâfile Namaz, ein freiwilliges Gebet verrichten. So spricht der Gesandte Allâhs (s.a.v.) in einem Hadîs-i Şerîf hierzu: “Wenn am Freitag der Imam die Hutbe vorträgt, ist es auch dann ein Fehler wenn Du deinem Freund (ein leises) “Ruhe oder sei bitte leise” zusprichst (damit dieser aufhört zu reden).”

Liebe Gemeinde, zum Abschluss der heutigen Hutbe soll noch ein wichtiger Punkt angesprochen werden: Nach dem eigentlichen Freitagsgebet verrichten wir noch 10 weitere Rekat und Gebetseinheiten. Wenn diese 10 Rekat nicht verrichtet werden und das eigentliche Freitagsgebet aus welchen Gründen auch immer bei Allâhu Teâlâ keine Annahme findet, bleibt der Muslim das normale Mittagsgebet, also Öğle Namazı im Türkischen und Zuhr im Arabischen, Allâh gegenüber schuldig. Aus diesem Grund sollten diese 10 Rekat nicht ausgelassen werden. Nur in wirklichen Ausnahmesituationen kann man sie einmal auslassen. 

Der Freitag gehört zu den wesentlichsten Zeichen des Islams und ist der Bayram, der Festtag der Muslime. Dieser Tag und vor allem die Zeit des Freitagsgebetes verdienen viel Aufmerksamkeit. Deswegen ist es überaus wichtig, dass man sich als Muslim zu dieser Stunde aufgeweckt und konzentriert Allâh zuwendet. 

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KRM - Pressemitteilungen

Friedliches Miteinander fördern - Begegnung von EKD und KRM Delegationen in Köln

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM), Ali Kızılkaya, haben angesichts der dramatischen Lage im Irak den Missbrauch von Religion zur Legitimation von Krieg kritisiert. „Ganz gleich ob im Nahen Osten, in Afrika oder in der Ukraine – Gewalt löst die Probleme nicht, nur Recht und Dialog schaffen Frieden.“

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