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17.Juni 2011 / 15. Receb 1432
Anstrengung für Allâh

Hochverehrte Muslime,
in unserer Hutbe sprechen wir diese Woche über Menschen, die sich auf dem Wege Allâhs anstrengen, also Hizmet machen.
Allah-ü Zül-Celal hat den Menschen als das ehrenvollste unter den Geschöpfen erschaffen, ihm die Vernunft als Nîmet
und Gabe mitgegeben und ihm über Seine Gesandten den richtigen Weg
gezeigt. Alle Gesandten sind von Allâh geschickt worden, damit sie den
Menschen das Rechte und Richtige beibringen und sie somit zu Glück und
Frieden im Diesseits und im Jenseits führen. Für diese Sache Allâhs
haben sie viel Qual und Leid auf sich genommen und sich trotzdem nicht
gescheut ihre Aufgaben zu erfüllen.
Peygamber Efendimiz
(s.a.v.), der Gesandte Allâhs mußte Zeit seines Lebens so viel Leid und
Qual durchleben und so viele Entbehrungen über sich ergehen lassen, wie
kein anderer auf dieser Welt. Die Sahabe-i Kiram Hazerâtı, also die ehrenvollen Gefährten und Freunde Rasûlullâhs haben sowohl zu seinen Lebzeiten als auch zu den Zeiten der Hulefâ-i Râşidîn, den rechtgeleiteten Kalifen sehr große Hizmet
auf dem Wege Allâhs vollbracht. Auch später haben große
Persönlichkeiten unter den Muslimen sich bis zum äußersten angestrengt
den Menschen die Ehre ein Muslim sein zu dürfen nahe zu bringen. Kein
Weg war ihnen zu weit und kein Problem zu groß. Ihnen ist es zu
verdanken, dass heute abermillionen von Menschen auf der Welt sagen
können “Elhamdülillâh, ich bin ein Muslim.”
All diese Hizmet
und Anstrengungen haben einen sehr hohen Stellenwert bei Allâh und
Seinem Gesandten. Cenab-ı Hak empfiehlt in etlichen Âyet-i Kerimes die
Anstrengung un den Dienst auf dem Wege Allâhs. Auch sollen wir uns durch
Rückschläge nicht schnell entmutigen lassen. Als Gegenleistung dafür
verspricht Allâh viele Nîmet sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.
In einem von Ebû Hureyre (r.a.) Hazretleri überlieferten Hadis-i Şerif
heißt es: “Für einen Menschen der sich auf dem Wege Allâhs anstrengt, bürgt Allah-ü Teala mit diesen Worten “Seine Beweggründe sind nur die Hizmet auf Meinem Weg, der Glaube an Mich und die Bestätigung für meine Gesandten.”
Liebe Gemeinde,
Cenab-ı Hak spricht in der Sûre-i Bakara in Âyet 154 dies: “Und sagt nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allahs getötet wurden, “Tote”. Denn sie leben, ihr aber nehmt es nicht wahr.”.
In der Interpretation und Erläuterung dieser Âyet-i Celile heißt es:
“Spricht ja nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allâhs zu Şehîds
wurden, sie seien tot. Sie sind nicht wirklich gestorben. Ganz im
Gegenteil, sie sind quicklebendig. Aber ihr könnt sie nicht hören und
ihr Leben nicht erfühlen, denn solch ein Leben kann mit den Mitteln
dieser Welt nicht erfahren werden.“ In einem Hadis-i Şerif heißt es: “Der Mü’min, der gläubige Muslim ist in beiden Welten lebendig.” In einem anderen Hadis-i Şerif spricht Peygamber Efendimiz (s.a.v.): “Die gläubigen Muslime sterben nicht; vielmehr wechseln sie von der vergänglichen in die ewige Welt.” Und der große Gelehrte Ebu’l Fâruk Silistrevî Hz.leri spricht hierzu: “O meine Schüler, der Tod der Arifîn besteht nur aus ihrem Verschwinden aus den Augen der Gâfil, der geistig trägen Menschen.”
So gesehen sind all jene Freunde Allâhs und ihre Nachfolger, die sich auf dem Wege Allâhs verausgabt haben, viel Hizmet gemacht haben und somit hunderttausenden von Menschen den Weg von Irşâd und Hidâyet
geebnet haben, nicht als Tote zu bezeichnen. Ihr Tot besteht ohne
Zweifel darin aus unseren Augen zu verschwinden. Sie sind stets in der
Form der hayat-ı maneviyye, also in der geistigen Form lebendig.
Für
bewußte Muslime gibt es hernach eine essentielle Aufgabe: Auf dem Wege
Allahs uns immerzu auf der Fährte unseres Gesandten und der Freunde
Allâhs zu wissen und bis zum letzten Atemzug -dieser letzte Atemzug
inklusive- Hizmet zu machen. Darüber hinaus sollten wir uns immer
wieder mit Duâ, also mit Bittgebeten an Allâh wenden, damit Er uns auf der Fährte Seiner Freunde hält und uns für ihre Şefâat und Fürsprache würdig macht.
