Gebetskalender

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Die islamischen Glaubensartikel (Iman-Artikel)


Im sogenannten „Amentu“ (ich glaube) sind die sechs Grundsätze des islamischen Glaubens kurz zusammengefasst:


Aamentu

(1) billaahi  (2) we melaaiketihi (3) we kutubihi  (4) we rusulihi (5) we l yewmil achiri  (6) we bilqaderi chairihi we scherrihi minallaahi te’ala wel ba’su ba’del mewti haqqun


1. an Allah (c.c.):

(siehe Das islamische Gottesverständnis)


2. an die Engel (Sg. malak, Pl. malaika):


Engel sind Wesen, die Allah aus „nuur“ (Licht) erschaffen hat und die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Sie dienen Allah und sind geschlechtsneutral und ernähren sich auch nicht wie Menschen. Vier große Engel sind namentlich bekannt: Dschabrail, Mikail, Israfil und der Todesengel Azrail. Darüber hinaus gibt es unzählige Engel, unter ihnen auch  Schutzengel u.a.


3. an die himmlischen Offenbarungen (Sg. kitab, Pl. kutub):


Kutub sind die himmlischen Offenbarungen, die an die Gesandten Allahs ergangen sind. Es gibt unter ihnen kleinere Schriften (suhuf) und größere Schriften (kutub). Größere Schriften sind an Davud (a.s.), Musa (a.s.), Isa (a.s.) und Muhammed (a.s.) offenbart worden. Diese sind Zebur, Tevrat, Indschil (Evangelium) und Quran al Karim.


4. an die Gesandten (Sg. rasul, Pl. rusul):


Es gibt unzählige Gesandte, die Allah Taala an die Menschheit von Zeit zu Zeit geschickt hat. Manche haben zur gleichen Zeit gelebt  wie Ibrahim (a.s.) und Lut (a.s.), manche zu unterschiedlichen Zeiten. Die Kette der Gesandten beginnt mit Adem (a.s.) geht über Nuch (a.s.), Musa (a.s.), Isa (a.s.) und endet mit dem Siegel der Gesandten (Hatam an nabiyyin) Muhammed (a.s.).

 


5. an den Jüngsten Tag (yaum al achirat):


Achirat umfasst die Auferstehung nach dem Tode und das gesamte Jenseits unter anderem Rechenschaft vor Allah, Dschennet und Dschehennem.


6. an den Qader:

Qader und Qadha sind zwei Begriffe mit dem die gesamte Existenz beschrieben wird. Qader bezeichnet die göttliche Bestimmung aller Dinge und Ereignisse, die Er auf der Levhi Mahfuz (wohl bewahrten Tafel) verzeichnet hat. Qadha bezeichnet die zeitliche und räumliche Ausführung des Qader und ist sozusagen die Realisierung des Qader.



 

Diese Bestimmung berücksichtigt jedoch im Verhältnis zum Menschen den freien Willensakt (irada al dschuziyya). Gott ordnet seinen Willen (irada al kulliyya) bezüglich menschlichem Handeln dem menschlichen Willen (irada al dschuziyya) unter. Der Mensch ist frei in seinen Handlungen und muss sich dafür vor Allah Teala verantworten. In diesem Zusammenhang wäre es angebracht von Vorhersehung zu sprechen. Allah Teala hat bei seiner Vorherbestimmung aufgrund seiner Allwissenheit den freien Willensakt des Menschen vorhergesehen und berücksichtigt.

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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