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13. Oktober 2017 / 23. Muharrem 1439 - Die Umre als Anbetung Allâhs

Hutbe

Verehrte Brüder im Islâm,

 

in unserer heutigen Hutbe möchte ich einige Bemerkungen zur Umre machen, die von islamischen Gelehrten auch Hacc-ı Esğar, “kleiner Hadsch” genannt wird.

 

Allâhu Teâlâ (c.c.) spricht in einer Âyet-i Celile“Vollzieht den Hadsch wie die Umre, allein um Allâhs willen.” (Bakara, 2/196). Unser über alles geliebter Gesandter, spricht dazu (s.a.v.): “Der Lohn der Umre ist die Vergebung für alle Fehltritte,  die man bis zur nächsten Umre begeht. Der Lohn aber für einen Hadsch, die Annahme bei Allâh gefunden hat, ist nichts anderes als die Cennet, das Paradies.“ (Tirmizi , Hac, 90)

 

Die Umre gilt in der hanefîtischen und in der mâlikîtischen Rechtsschule, mezheb, als  sünnet-i müekkede, das heißt als Handlung, die Rasûlullâh selber oftmals vollzogen und uns ans Herz gelegt hat, während sie bei den Şâfiîten und Hanbelîten als vacip, also Pflicht gilt. Umre bedeutet wörtlich “jemanden oder etwas besuchen”. Als Fachbegriff der islamischen Lehre bezeichnet die Umre eine ibâdet und Form der Anbetung Allâhs, in der sich der Pilger an den mîkat genannten Grenzen von Mekke, vorbereitet und den ihrâm, das Gewand des Hadschi anlegt, anschließend die Ka’be-i Muazzama besucht und den Tavâf, also die vorgeschriebene Umrundung der ka’be und danach den Sa’y, den rituellen Lauf zwischen den Hügeln von Safâ und Merve, vollzieht, um sich zuletzt die Haare schneiden zu lassen und den ihrâm wieder abzulegen.

 

Die Regeln der Umre sind im Vergleich zum Hadsch weniger zahlreich und leichter zu befol-gen. Die Umre ist zeitlich nicht festgelegt und kann zu jeder Jahreszeit vollzogen werden. Aber eine Umre im Fastenmonat Ramazan ist nach islamischem Verständnis mendub, also empfohlen und besitzt mehr fazîlet, mehr Wert bei Allâh. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht dazu: “Die im Monat Ramazan gemachte Umre, ist dem Hadsch ebenbürtig.”(Kütüb-i Sitte, c. 4, Hadis Nr. 1169) Die Umre kann man für sich selbst machen, aber auch für seine altersschwachen oder bereits verstorbenen Eltern.

 

Liebe Muslime,

 

das “Haus Allâhs”, die  Beytullâh, zu umrunden, in die Menge der Menschen einzutauchen und unter ihnen das Hochgefühl der ibâdet selbst zu erleben, ist ohne Zweifel Begehr und Verlangen eines jeden Muslims. Darüber hinaus auch noch die Orte besuchen zu dürfen, wo der Gesandte Allâhs (s.a.v.) und Seine Gefährten und Freunde, die Ashab-ı Kiram, gelebt haben und ihnen unsere Aufwartung zu machen, diese unvergleichliche Atmosphäre zu erleben ist wahrlich etwas Außergewöhnliches. 

 

Der “Verband der Islamischen Kulturzentren” hat seit seiner Gründung mit seinen religiösen, sozialen und kulturellen Diensten das Vertrauen der Muslime erworben. Wir als Moscheegemeinde sehen es als unsere Aufgabe an, den Muslimen die Reise in den Hedschaz zu ermöglichen, die eine der wichtigsten, segensvollsten und spannendsten Reisen unseres Lebens ist. Unser Dachverband steht dafür ein, dass diese Umre im Lichte des Kur’ân-ı Kerîm und der Sünnet-i Seniyye durchgeführt wird.

In diesem Sinne lade ich euch zu unseren Umre-Programmen ein. Beginnend mit dem kommenden Dezember bieten wir jeden Monat Umre-Fahrten an; mit vielen verschiedenen Programmdetails und unter der Leitung von ernsthaften, erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern, wo jedes Detail sorgfältig vorbereitet ist und ihr entweder mit eurer Familie oder Freunden gemeinsam teilnehmen könnt. Um von dieser gesegneten Reise zu profitieren, wendet euch bitte an unsere Moschee.

 

Vor dem Hintergrund dieser Gedanken und Empfindungen erbitte ich von Allâh Teâlâ für unsere Brüder und Schwestern, die sich mit der Absicht tragen, die Umre zu machen, dass Er ihre makâm erhöhen und ihre Fehler und Sünden vergeben möge. Meine Hutbe möchte ich mit einem Hadîs-i Şerîf Rasûlullâhs beschließen: “Wenn mich einer nach meinem Tode besucht, so ist es, als hätte er mich zu meinen Lebzeiten besucht.” (Et-Tac, 2.190, Mecmaü'z; Zevaid, 3.666  Hadis Nr. 5843)

 

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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